Lohrer Stadträte von Kindergarten in Holzbauweise begeistert

Lohrer Politiker besuchten mit Wolfram Wäscher den Eurokindergarten in der schwäbischen Gemeinde Münsingen.

Im Februar 2014 unternahmen einige Stadtratsmitglieder der SPD-, Grünen- und Bürger-Fraktion gemeinsam mit dem ehemaligen SPD-Landtagsabgeordneten Heinz Kaiser einen Abstecher nach Münsingen. Hier besichtigten sie den vor Kurzem in Betrieb genommenen Eurokindergarten, der ihnen vom Bauherrn und Investor der Einrichtung, Herrn Wolfram Wäscher, ausführlich vorgestellt wurde.

Die Gemeinde Münsingen, welche mit derzeit etwa 14.500 Einwohnern fast genauso groß wie Lohr ist, betreibt seit Anfang Januar 2014 einen Eurokindergarten. Eine ähnliche Lösung war auch für die Kindertagesstätte in Sendelbach angedacht, aber an der Ratsmehrheit aus CSU, Freien Wählern und Bürgermeister gescheitert.  

Der Münsinger Eurokindergarten wurde in Holzständerbauweise errichtet und bietet vier Kleinkindergartengruppen Platz. Die umbaute Fläche beträgt 870 Quadratmeter. Zusätzlich zu den vier Gruppenbereichen wurden separate Räume für die Kindergartenleitung und die Erzieherinnen geschaffen.

Allein der Indoor-Spielbereich nimmt eine Fläche von 250 Quadratmetern ein und ist der zentrale Treffpunkt der Einrichtung. Dieser lädt zum Gruppen übergreifenden Spielen und Toben ein. Erweitert wird das Raumangebot durch zwei zusätzliche Funktionsbereiche, wovon einer als Atelier eingerichtet wurde. Für Gespräche mit den Eltern ist das Elterncafé vorgesehen, zusätzlich fanden ein Abstellraum für Kinderwagen, eine Kaltküche und ein Spülraum im Gebäude Platz.

Alle Leistungen im Festpreis inbegriffen

 Amtsleiter Albrecht Kuhn, der den Gästen gemeinsam mit Wolfram Wäscher Rede und Antwort stand, erläuterte, dass sämtliche Leistungen im Festpreis von 2,350 Millionen Euro inbegriffen waren. Dazu gehört auch die hochwertige Innenausstattung, die nicht nur durch ihre Funktionalität zu überzeugen weiß. Sowohl die anvisierte Bauzeit als auch die Festkosten wurden durch das Bauunternehmen eingehalten. Nur für die kleinkindgerechte Ausstattung der Kindertagesstätte musste die Gemeinde Münsingen weitere 200.000 Euro zahlen. Hier entschied man sich für Produkte der Firma Dusyma.

Besonders begeistert zeigten sich sowohl die Vertreter der Gemeinde, dass es sich bei dem Gebäude um ein Passivenergiehaus handelt. „Eine solche Bauweise hat wesentlich geringere Betriebskosten zur Folge“, so Wolfram Wäscher. Eine Luftwärmepumpe – die ebenfalls im Festpreis inbegriffen ist – sorgt sommers wie winters für eine ausgeglichene Raumtemperatur. Die gerade für Kleinkinder vorteilhafte Fußbodenheizung wird jährlich mit weniger als 2.000 Euro an Energiekosten zu Buche schlagen. Die installierten Lichtkuppeln und LED-Lampen sorgen jederzeit für ausreichend Helligkeit in den Räumlichkeiten.

Kindergartenpersonal und Eltern ebenfalls begeistert

Die Leiterin der Einrichtung, Frau Annemarie Wagner, zeigte sich von den neuen Räumlichkeiten ebenfalls begeistert. Sie berichtete, dass sie und ihre Kolleginnen ihre eigenen Vorstellungen hinsichtlich der Inneneinrichtung einbringen konnten und mit dem Ergebnis überaus zufrieden sind. Auch die Stadträte aus Lohr zeigten sich von der Raumaufteilung und der Ausstattung des Eurokindergartens begeistert.

Im Zugangsbereich zu den Gruppenräumlichkeiten wurden die Garderoben untergebracht. Auch der separate Toilettenraum, der mit kindgerechten Wasch- und Duschgelegenheiten ausgestattet ist, geht vom Zugangsbereich jeder Gruppe ab. Besonders begeistert zeigten sich die Lohrer Stadträte und Herr Wolfram Wäscher, dass der teilweise gepflasterte Außenbereich von jedem Gruppenraum erreichbar ist. Die Pflasterung gewährleistet, dass weniger Schmutz in die Räumlichkeiten gelangt, was in Lohrer Kindergärten immer wieder Anlass für Klagen ist.

Fazit

Nach ihrem Besuch bedauerten die anwesenden Politiker die mehrheitlich getroffene Stadtrats-Entscheidung, die zu Ungunsten eines in Holzbauweise errichteten Eurokindergartens ausgefallen war, noch mehr.  Dieser hätte die Möglichkeit geboten, nicht nur eine Million an Baukosten einzusparen, sondern auch wesentlich geringere Folgekosten verursacht. Zugleich möchten sie ihre neu gewonnenen Erkenntnisse bei der Sanierung weiterer Kindertagesstätten in ihrer Kommune einfließen lassen und dafür Sorge tragen, dass auch in Lohr zukunftsorientiert, ökologisch und finanzbewusst gehandelt wird.

Quelle: Main Post Lohr 20.02.2014